Whiskey Fireball: Überblick, Geschichte, Zusammensetzung des Getränks + 2 Rezepte für zu Hause

Fireball (Feuerball) ist gar kein Likör, sondern ein original kanadischer Whiskey, der oft mit Likör verwechselt wird. Das liegt daran, dass ihm während des Kochvorgangs Zimt und andere Kräuter und Gewürze zugesetzt werden.
Entstehungsgeschichte von Fireball
Sowohl das Getränk selbst als auch seine Entstehungsgeschichte sind sehr außergewöhnlich. Auch das Unternehmen, das die Alkoholproduktion in industriellem Maßstab einführte, ging aus einer einfachen Bar hervor. Gehen wir alles der Reihe nach durch.
Fangen wir direkt mit dem Whisky selbst an. Als 1980 ein ungewöhnlich kalter Winter über Kanada hereinbrach, suchten die Menschen nach Möglichkeiten, sich wenigstens ein wenig aufzuwärmen. Jemand heizte Kamine, jemand strickte warme Kleidung, und ein Barkeeper einer einfachen Straßenbar kam auf die Idee, ein Getränk zu entwickeln, das einen in kürzester Zeit aufwärmen und vor Unterkühlung bewahren konnte. Und nach nur wenigen Versuchen war der Fireball geboren.
Viele Jahre lang kursierte das Rezept für dieses Getränk nur in engen Kreisen berühmter kanadischer Barkeeper. Das ging so lange gut, bis jemand 1986 mehrere Flaschen mit brennendem Zimtwhiskey aus Kanada schmuggelte.
Und dank Sazerac, das die einzigartigen Rechte zur Herstellung von Fireball erhalten hat, ist er in der ganzen Welt bekannt geworden.
Die Geschichte des Unternehmens begann mit einem Cocktail, den ein Apotheker im Jahr 1838 erfand. Er bestand aus nur zwei Zutaten: Brandy und Absinth. In der Mitte des XIX. Jahrhunderts wurde auf dem Gelände der Apotheke ein Bar-Café gebaut "Sazerac", und dieser ungewöhnliche, aber einfache Cocktail wurde in die Speisekarte aufgenommen und nach der Bar benannt.
Und 1869 kaufte Thomas Gandy das Café und begann mit der Herstellung von Spirituosen unter der Marke Sazerac.
Zutaten und Herstellungstechnik von Fireball
Im industriellen Maßstab enthält 1 Liter kanadischer Whiskey 10 % natürlichen Zimt, 5 % Anissamen, 5 % Vanille, 5 % Kardamom, 5 % Süßholz und 0,5 % Cayennepfefferkörner.
Diese würzige Mischung wird dann 3-4 Monate lang ziehen gelassen, wodurch das Getränk eine kräftige Bernsteinfarbe, einen milden würzigen Geschmack und ein ausgeprägtes Zimtaroma erhält.
Rezept für die Herstellung von Fireball zu Hause
Dieses Rezept ist am häufigsten in englischsprachigen Publikationen zu finden. Hier beginnen wir unsere Bekanntschaft mit dem selbstgemachten Fireball-Likör.
Zutaten
Whiskey (idealerweise kanadischer) - 750 ml
Zimtstange - 5 Stück
Getrocknete Chilischoten - 5 Stück
Zuckersirup - 20 ml
Die Methode der Zubereitung
Ein Behälter mit Whiskey, Zimt und mit Zuckersirup.
Nach 5 Tagen Chilipfeffer in die Zimt-Tinktur geben. Zwei weitere Tage stehen lassen.
Nehmen Sie nun eine Probe, wenn eine würzige Schärfe vorhanden ist, dann seihen Sie den Aufguss ab und passieren Sie ihn durch einen Filter. Wenn Ihnen das Getränk zu scharf erscheint, können Sie nach Belieben etwas mehr Zuckersirup hinzufügen.
Lassen Sie den Likör 3-5 Tage an einem kühlen Ort ruhen, bevor Sie ihn probieren.
Fireball Gewürzlikör
Zutaten
Whisky (idealerweise kanadischer) - 800 ml
Gemahlener Zimt - 10 g
Chilischote - 1 Stück
Vanillezucker - 5 g
Schwarze Pfefferkörner - 10 Stück
Kardamom - 1/2 Teelöffel
Anissamen - 1/2 Teelöffel
Wasser - 100 g
Kristallzucker - 100 g
Die Methode der Zubereitung
Den schwarzen Pfeffer in einem Mörser oder mit einem Nudelholz ein wenig mahlen und die Chili in Scheiben schneiden.
Dann werden alle Gewürze und zwei Pfeffersorten in ein Glasgefäß gegeben und mit Whisky aufgegossen. Mindestens zwei Tage lang an einem dunklen Ort aufbewahren.
Nach 2 Tagen eine Probe nehmen, wenn das Getränk scharf genug ist, sollte es durch ein kleines Sieb gefiltert werden.
Brauen Sie das Grundgetränk Zuckersirup.
Nachdem der Sirup abgekühlt ist, gießt man ihn portionsweise in die Tinktur. Wichtig ist, dass das Getränk leicht süß ist, nicht süßlich.
Nun wird der fertige Fireball-Likör durch einen Filter gestrichen und in eine Glasflasche gefüllt.
Vor der Verkostung mehrere Tage an einem kühlen Ort stehen lassen.
Aktualisieren: 24.01.2018
Kategorie: Whisky und Bourbon