Chianti-Wein: Geschichte und Überblick über das Getränk

Chianti genannt wird "Italienischer Bordeaux", was bereits andeutet, dass diese Rebsorte der Stolz der italienischen Winzer ist. Das Getränk hat eine lange und interessante Geschichte. Der Chianti Classico ist leicht an seiner niedrigen, sprudelnden Flasche mit einem Limettenkorb zu erkennen - Premiumklasse. Es gibt billigere Chiantis, sie werden in normalen Weingläsern verkauft.
Geschichte der Marke Chianti
Der Wein wurde erstmals in Florenz Ende des VIII. Jahrhunderts n. Chr. entdeckt. Kaufleute aus drei Dörfern schlossen sich zusammen und begannen mit der Herstellung von Wein aus der Sorte Sangiovese, die auch heute noch zur Herstellung von Chianti verwendet wird. Seitdem hat dieser Wein eine große Popularität erlangt, und das Rezept hat sich ständig verändert: Man experimentierte mit anderen Beerensorten, fügte weiße Trauben hinzu, aber letztendlich kehrte man doch zum traditionellen Rezept zurück, das sich im Laufe der Zeit bewährt hat.
Ursprünglich wurde der Chianti nur in der Toskana hergestellt, aber die Nachfrage nach diesem Wein wuchs, so dass seine Herstellung auch in anderen Gemeinden Italiens erlaubt wurde. Allerdings durfte nur der ursprüngliche Chianti ein eigenes Etikett in Form eines schwarzen Hahns auf gelbem Grund tragen.
Der Prototyp dieses Aufklebers war eine schöne Legende über einen schwarzen Hahn, der half, die Grenzen des Staates zu erweitern. Die Parabel besagt, dass die Oberhäupter von Siena und Italien die Landfrage lange Zeit nicht lösen konnten, und dann beschlossen die Herrscher, am Morgen auf beiden Seiten Hähne freizulassen und Reiter hinter ihnen herzuschicken. Wo sich Reiter treffen, sollte es eine Grenze geben. Zum Glück für die Florentiner wachte ihr schwarzer Hahn auf, bevor der Staat zusätzliche Flächen zur Verfügung stellen konnte.
Die Herstellungsmethode
Heutzutage werden Rezepte verwendet, die sowohl die Zugabe von weißen Trauben als auch den Verzicht auf diese erlauben, sofern der Sangiovese-Anteil mindestens 80 % beträgt.
Die Chianti-Produzenten halten sich an strenge Richtlinien, um die Qualität ihres Getränks zu gewährleisten. Alle für den Chianti verwendeten Trauben werden ausschließlich in der Toskana angebaut, in Weinbergen, die nicht höher als 700 Meter über dem Meeresspiegel liegen.
Die Winzer dürfen das Wachstum der Rebe nicht mit Düngemitteln und Zusatzstoffen anregen: Die Interaktion mit der Rebe ist nur über die Bewässerung möglich, die ebenfalls in den festgelegten Normen gehalten werden muss.
Der Wein in der Toskana wird nach der klassischen Methode hergestellt, bei der die Trauben in Tongefäßen in den Kellern einer zweiten Gärung unterzogen werden. Für einen ungewöhnlichen Geschmack lässt man die Trauben vor der Gärung unter der warmen italienischen Sonne etwas trocknen.
Qualitätsstandard
Der Chianti Classico muss mindestens 85 % Sangiovese enthalten. Die Mindestreifezeit für diesen Wein beträgt 11 Monate.
Einige Etiketten können eine Inschrift tragen "rizerva" - Dies bedeutet, dass der Wein mindestens zwei Jahre lang gereift ist.
Typischerweise liegt der Alkoholgehalt dieses Rotweins zwischen 12% und 12,5%.
Es wird empfohlen, den Wein gekühlt auf Kellertemperatur zu servieren - etwa 10-12 Grad Celsius "Tulpen". Der Klassiker passt zu rotem Fleisch und Wildgeflügel mit seinem angenehmen, reichhaltigen, samtigen Frucht- und Beerengeschmack mit einer dezenten Würze.
Aktualisieren: 24.08.2018
Kategorie: Wein und Wermut