Stroh-Rum: Geschichte, Übersicht der Sorten, wie und was man trinkt + interessante Fakten

Eine kurze Geschichte des Getränks
Stroh - Dies ist ein österreichischer Rum, bei dem Rüben statt Zuckerrohr verwendet werden. Die Rezeptur enthält auch Kräuter, Gewürze und Farbstoffe, die Melasse imitieren.
Die Geschichte des Stroh Rums
1832: Seinen Ursprung hat er in der Stadt St. Paul im Lavantal, im Süden Österreichs. Zu dieser Zeit war die Alkoholindustrie in Kärnten gerade erst im Entstehen begriffen. Sebastian Stroh beginnt mit der Produktion von starkem Alkohol, was zu Recht als innovativ gilt.
Zu den Namen gehören Liköre, Schnäpse und natürlich Stroh Inländer. Die zweite (übersetzt als "Einwohner", "ansässig") in der Namenszeile, um ihn von seinem karibischen Pendant zu unterscheiden. Er wurde als weich, kirschig und schokoladig beschrieben.
1864: Der Verkauf von Stroh Jagertee (Übersetzung ins Russische "Jagdtee"). Ein in Österreich weit verbreitetes Getränk, das in der Regel mit heißem Wasser im Verhältnis von 3-4 Teilen Wasser zu 1 Teil Alkohol verdünnt wird.
1911: Das Sortiment umfasst feine Marken.
1926: Das Produktionsvolumen betrug mehr als eine Million Gebinde mit hundert Artikeln für Tausende von Kunden.
1969: Das Unternehmen wird von der fünften Generation der Familie übernommen. Innerhalb eines Jahres wurde Stroh zu einer der erfolgreichsten österreichischen Marken auf dem weltweiten Alkoholmarkt. Aufgrund der überwältigenden Resonanz und der stetig steigenden Nachfrage im Ausland wurde die Produktionskapazität erweitert und das heutige Fabrikgebäude am Stadtrand von Klagenfurt errichtet.
1980: Die Marke wurde mit einem eigenen Wappen für Qualitätsprodukte ausgezeichnet.

1995-1996: Das Unternehmen wird mit der deutschen Eckes AG fusioniert, um seinen Einfluss in der Spirituosenindustrie zu vergrößern.
2006: Die EU hat auf legislativer Ebene beschlossen, dass Stroh Inländer zu 100 % im Inland hergestellt werden muss. Ihm wurde der Status einer geschützten Ursprungsbezeichnung (D.O.P).
2007: Ein amerikanisches Unternehmen "Oaktree Capital Management" erwarb die Stock Austria GmbH und gründete das Unternehmen "Stock Spirits Gruppe", zu der auch Marken aus der Tschechischen Republik, Slowenien, Kroatien und Polen gehören.
Ein Jahr später, im August, kaufte Geschäftsführer Harold Burstein die notwendigen Anteile zurück, und die Marke wurde wieder ausschließlich österreichisch.
2020: Bis heute kennt niemand das Rezept, und es wird angenommen, dass die Zutaten unverändert sind. Er wird drei Jahre lang in Eichenfässern gereift. Heute ist er eine der beliebtesten österreichischen Marken und wird in rund vierzig Ländern der Welt verkauft.
Arten von Stroh-Rum
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Original, 80%
Kräftig würzig mit Vanille- und Eichennuancen. Ein Wort für Geschmack ist angebracht "kernhaltig". Alpenkräuter werden im Aroma gesammelt.

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Jagertee, 40%
Wird nach einem traditionellen Rezept hergestellt. Hat eine satte Farbe von schwarzem Tee. Der süße Gaumen offenbart gleichzeitig Noten von Wiesenblumen, Schokolade, Kirschen und Nelken. Vanille und reife Früchte in der Nase.

Wie und womit man Stroh-Rum trinkt
Österreicher trinken ihn nicht unverdünnt. Wird üblicherweise zum Mixen von Cocktails verwendet, z. B. B-52 anstelle von Kaffeelikör. Für Tee und Punsch. Außerdem passt Rum perfekt zum Backen und zu Süßigkeiten.
Cremiger Likör harmoniert mit Kaffee und Desserts.
Interessante Fakten über Stroh-Rum
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In der österreichisch-ungarischen Monarchie gehörte das Getränk zur täglichen Ernährung der Besatzung der Cook-Flotte, nicht nur aus geistigen, sondern auch aus medizinischen Gründen. Diese Tradition ist vor etwa vierzig Jahren ausgestorben.
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Rum mit einem Alkoholgehalt von 80 % darf nicht an Bord von Flugzeugen mitgenommen werden, da er als entflammbar eingestuft ist.
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Die Form der Flasche geht auf die Zeit der Prohibition in den Vereinigten Staaten zurück. Dank ihm konnte der Alkohol leicht unter der Kleidung versteckt und unbemerkt mitgeführt werden.
Aktualisieren: 17.06.2020
Kategorie: Rum

