IPA-Bier: Geschichte, Unterschied zwischen APA, Typen und Trinkweise

IPA-Bier: Geschichte, Unterschied zwischen APA, Typen und Trinkweise

In England und Amerika ist das India Pale Ale (abgekürzt IPA) besonders beliebt, ein helles Bier, das bis zu 30 % des Absatzes oder etwa 150 Millionen Gallonen Bier pro Jahr ausmacht.

IPA wird hauptsächlich in Handwerksbrauereien hergestellt. Das Getränk unterscheidet sich von einem gewöhnlichen Pale Ale durch seinen hohen Hopfengehalt und die daraus resultierende größere Stärke und Bitterkeit.

Die Geschichte des IPA

Das extrastarke Getränk verdankt sein Erscheinen der East India Company. Die erste Erwähnung von IPA geht auf das Jahr 1829 zurück.

Zu Beginn des XIX. Jahrhunderts experimentierten englische Brauer mit der Zusammensetzung des Biers, das nach Indien für das britische Militär- und Dienstpersonal geliefert wurde.

Dabei stellte man fest, dass die lange Reise zu exotischen Ufern besser von Getränken überstanden wird, die gut mit Hopfen aromatisiert sind. Während sie anfangs die Verkoster mit ihrer Stärke und ausgeprägten Bitterkeit schockierten, gewöhnten sich die Briten mit der Zeit an den starken Geschmack und verliebten sich in sie.

Jahrhunderts wurde das bittere Pale Ale nicht nur in Ostindien, sondern auch in Australien, dem kolonialen Afrika, Schottland und Neuseeland populär. Was den britischen Markt betrifft, so hat es sogar andere Biere verdrängt.

Während des Ersten Weltkriegs nahm die Stärke des englischen Ale ab, und IPA verschwand eine Zeit lang von der Bildfläche.

Amerikanische Version

Das Getränk wurde im XX. Jahrhundert, während der Ära der handwerklichen Revolution in den USA, wiedergeboren. Kleine Brauereien sind auf dem amerikanischen Alkoholmarkt aktiv geworden und haben das traditionelle britische Rezept übernommen.

So entstand eine der Varianten des Indian Ale - ein helleres APA-Bier (American Pale Ale) mit charakteristischen Frucht-, Pinien- und Zitrusnoten. Bemerkenswert ist, dass dieser Effekt nicht durch künstliche Zusätze, sondern durch die Verwendung ungewöhnlicher Hopfensorten erreicht wird.

Das amerikanische IPA ist zum Standard geworden "Sierra Nevada Pale Ale", gebraut in den 1980er Jahren in Chico.

Sierra Nevada Pale Ale

Heute bietet fast jede Kleinbrauerei in Kalifornien eine eigene Sorte Indian Ale an, die aus hellen Malzen gebraut und zusätzlich gehopft wird.

Der Unterschied zwischen IPA und APA

Im Gegensatz zu den Briten legen die Amerikaner den Schwerpunkt nicht auf Stärke und Bitterkeit, sondern auf Aroma und Geschmack. Hier findet man Strong Ale mit Noten von Pfirsich, Kiefer, Orange, Ananas, Melone, Grapefruit und Mango.

Die amerikanische Version hat einen trockeneren Nachgeschmack, einen klaren und sauberen Charakter, während die englische Version eine ausgeprägte Malzigkeit und Stärke aufweist.

Auch die Produktionstechnik ist anders:

  1. In England wird eine ausgeprägte Bitterkeit durch das Brauen von Ale mit kräuterartigen, blumigen und würzigen Hopfensorten wie Fuggle und Goldings erreicht;

  2. In den USA werden die fruchtigen und harzigen Hopfensorten Columbus, Chinook, Citra verwendet, auf die das Produkt nach dem Abkühlen der Würze aufgegossen wird.

Arten von IPA-Bier

Neben den 2 berühmten klassischen Stilen des Indian Ale mit einem Alkoholgehalt von 5-7,5 % gibt es viele weitere Varianten:

  1. Doppeltes IPA/Dreifaches IPA

    Komplexer Geschmack mit ausgeprägter Hopfenbittere, starker Malzigkeit und Restsüße.

    Zeichnet sich ebenfalls durch eine hohe Dichte und einen hohen Alkoholgehalt (8-10%) aus.

    Doppeltes IPA Dreifach-IPA

  2. Imperial IPA

    Eine aromatischere Version "doppelt" Bier mit einem hohen Anteil (über 11%).

    Berühmte Marken: Stone Enjoy By IPA, Hill Farmstead Abner, Toppling Goliath King Sue, Alpine Exponential Hoppiness, Other Half All Green Everything, Evil Twin Molotov Cocktail.

    Imperial IPA

  3. Westküste IPA

    Dieses Bier wird in Südkalifornien gebraut, aber auf allen Kontinenten vertrieben. Es hat ein saftiges Zitrusbouquet und eine starke Bitterkeit.

    Die besten Marken: Pizza Port Solana Beach Swami Pizza Port Solana Beach’s IPA, Lagunitas IPA, Russian River Blind Pig IPA.

    West Coast IPA

  4. Belgisches IPA

    Dieser Typ wird nicht unbedingt in Belgien hergestellt, aber immer mit belgischer Hefe gebraut. Es hat ein Birnen- und Bananenaroma mit Nelkennoten und einen hohen Stammwürzegehalt (ca. 8%).

    Beliebte Marken: Green Flash Le Freak, Brasserie d’Achouffe Houblon Chouffe Dobbelen IPA Tripel, Allagash Hugh Malone, Stone Cali-Belgian IPA, Flying Dog Raging Bitch Belgian Style IPA, Duvel Triple Hop.

    Belgisches IPA

  5. Neuengland IPA

    Vermont-Style-Ale, weniger bitter, fruchtiger und süffiger.

    Neuengland IPA

  6. IPA im Nordost-Stil

    Die nordöstliche Version, weicher und saftiger, verderblich, mit Noten von Ananas, Mandarine, Melone, Grapefruit, mit einer trüben Konsistenz und milder Bitterkeit.

    Gebraut mit einer amerikanisch-australischen Hopfenmischung.

    Würdige Proben: The Alchemist Heady Topper, River Roost Mas Verde, Lawson’s Double Sunshine IPA, Tree House Julius, Bissell Brothers The Substance, Trillium Congress Street IPA.

    Northeast Style IPA

  7. Schwarzes IPA/kaskadisches Dunkelbier

    "White Crow" eine dunkle Variante des Pale Ale unter seinen Brüdern.

    Es zeichnet sich durch einen kohligen Farbton aus, der dem Getränk durch gebranntes Malz verliehen wird. Die besten Marken: Firestone Walker Wookey Jack, Libertine Black Ale, To Øl Black Malts & Körpersalze, 21st Amendment Back in Black.

    Schwarzes IPA

Es gibt auch andere IPA-Sorten: Session IPA (mit tropischem Aroma, sauberem Nachgeschmack und geringer Stärke - bis zu 5%), Citrus IPA (mit dem Zusatz von Früchten), Brett IPA (basierend auf einer speziellen Sorte von "wild" Frisch gehopftes IPA (auf Basis von frisch geerntetem Grünhopfen), Frisch gehopftes IPA (auf Basis von frisch geerntetem Grünhopfen)...

Indian Ale wird auch nach der Art des Malzes (Roggen, Weizen, Hafer) unterschieden. Eine eigene Gruppe bilden die Mono-Hop-Varianten: Sie werden auf der Basis einer Hopfensorte hergestellt, wobei meist mehrere Hefesorten verwendet werden.

Wie und womit man IPA trinkt

Indian Ale wird in der Regel aus speziellen tulpenförmigen Gläsern mit schmalem Boden (Spiegelau) getrunken, aber auch normale Wein- oder Cognacgläser sind geeignet.

Fleisch- und Gemüsegerichte, Obst, Meeresfrüchte, gereifte Käsesorten, italienische Küche gelten als universelle Snacks.

Bei der Auswahl eines Snacks sollte man von der gewünschten Wirkung ausgehen: Würzige, scharfe und süße Speisen betonen die Bitterkeit; saure, fettige und salzige Gerichte mildern sie ab.

Interessante Fakten

  1. Mit der wachsenden Popularität von IPA ist ein neuer Begriff in Gebrauch gekommen "Hopfenkopf", das für einen hopfenbesessenen Biertrinker steht.

  2. Die berauschende Bitterkeit ist ziemlich schnell "verwittert", daher wird empfohlen, dieses starke Handwerksbier so bald wie möglich zu trinken.

    Aus diesem Grund geben einige Hersteller nicht das Verfallsdatum auf der Flasche an, sondern das Abfüll-/Hopfungsdatum.

Aktualisieren: 17.07.2019

Kategorie: Bier, Apfelwein, Ale

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